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Klassensprecherwahl: Ablauf, Auszählen und Gleichstand

Wie die Wahl in zwanzig Minuten sauber über die Bühne geht: der Ablauf, das Auszählen, was bei Gleichstand passiert und ob man sich selbst wählen darf.

Eine kleine Wahlurne, daneben gefaltete Stimmzettel, eine Strichliste auf einem Notizblock, ein Bleistift und eine Sanduhr
in 30 Sekunden

Das Wichtigste in Kürze

  • Gewählt wird zu Beginn des Schuljahres, meist bis zum Ende der dritten Unterrichtswoche.
  • Die Wahl ist geheim: ein Zettel je Kind, ein Name darauf, gefaltet eingesammelt.
  • Die meisten Stimmen werden Klassensprecher, die zweitmeisten Stellvertretung.
  • Sich selbst wählen ist erlaubt und kommt häufiger vor, als alle denken.

Wann gewählt wird

Zu Beginn des Schuljahres, meist bis zum Ende der dritten Unterrichtswoche. Ab Klasse 5 wählt jede Klasse verbindlich, in der Grundschule ist es freiwillig.

Der Zeitpunkt ist wichtiger, als er aussieht. In der ersten Woche kennen sich neu zusammengesetzte Klassen noch nicht, und dann gewinnt, wer am lautesten war. Eine Woche später sieht das Ergebnis oft anders aus.

Wählt nicht am ersten Schultag. Zwei Wochen Klassenalltag sind die beste Vorbereitung, die eine Wahl haben kann.

Der Ablauf

Zwanzig Minuten reichen, wenn die Reihenfolge stimmt.

  1. vorher Ankündigen

    Eine Woche vorher sagen, dass gewählt wird. Wer kandidieren will, hat dann Zeit für ein Plakat und überlegt sich etwas.

  2. zu Beginn Erklären, worum es geht

    Zwei Minuten: was das Amt ist, was es nicht ist, wie lange es dauert. Ohne das wählen Kinder nach Beliebtheit, weil ihnen nichts anderes zur Verfügung steht.

  3. dann Kandidaten vorstellen

    Eine Minute je Person, mehr nicht. Wer nicht sprechen mag, hängt sein Plakat auf und lässt es für sich sprechen.

  4. die Wahl Geheim abstimmen

    Ein Zettel je Kind, ein Name darauf, gefaltet einsammeln. Keine Handzeichen: Bei offener Wahl stimmen Kinder für den, der gerade hinschaut.

  5. zum Schluss Auszählen und bekannt geben

    Zwei Kinder zählen mit, die Namen werden vorgelesen und an der Tafel mitgeschrieben. So kann jeder folgen, und niemand fragt hinterher nach.

Auszählen und Gleichstand

FallWas gilt
Die meisten Stimmen wird Klassensprecherin oder Klassensprecher
Die zweitmeisten wird Stellvertretung. Das Amt wird zu zweit gemacht
Zwei Namen auf einem Zettel ungültig. Deshalb vorher sagen: nur ein Name
Gleichstand Stichwahl zwischen den beiden. Bleibt es gleich, entscheidet das Los

Kündigt die Regel für den Gleichstand vor der Wahl an. Eine Regel, die erst nach dem Auszählen erfunden wird, wirkt immer wie eine Entscheidung gegen jemanden.

Darf man sich selbst wählen?

Ja. Die Frage kommt in fast jeder Klasse, und die Antwort ist unkompliziert: Wer kandidiert, darf für sich stimmen. Es ist weder verboten noch unsportlich, und bei geheimer Wahl merkt es ohnehin niemand.

Sinnvoll ist, das vorher zu sagen. Sonst trauen sich einige nicht und ärgern sich hinterher, wenn eine Stimme gefehlt hat.

Sich selbst zu wählen heißt nur, dass man zu dem steht, wofür man angetreten ist. Genau das erwartet die Klasse später im Amt auch.

Nach der Wahl

  • Urkunde ausfüllen und überreichen. Liegt als drittes Blatt in der Vorlage bei
  • Ergebnis ins Klassenbuch oder ins Protokoll, mit Datum
  • Der Schulleitung melden, damit die Klassensprecher zur ersten Sitzung des Schülerrats eingeladen werden
  • Den Eltern sagen, wer gewählt wurde. Ab Klasse 7 können Klassensprecher an der Sitzung der Klassenpflegschaft beratend teilnehmen

Was danach beginnt, steht unter Klassensprecher: Aufgaben, Rechte und Grenzen. Der wichtigste Teil dort ist der letzte: was nicht dazugehört.

Häufige Fragen

Wann muss die Wahl stattfinden?

Zu Beginn des Schuljahres. In Baden-Württemberg soll sie spätestens bis zum Ablauf der dritten Unterrichtswoche stattfinden, andere Länder setzen ähnliche Fristen.

Früher als in der zweiten Woche lohnt sich selten: In einer neu zusammengesetzten Klasse kennen sich die Kinder noch nicht, und dann gewinnt, wer am lautesten war.

Muss die Wahl geheim sein?

Sie sollte es sein, und in der Praxis ist das der wichtigste Punkt. Bei einer Wahl per Handzeichen sehen alle, wer für wen stimmt, und Kinder stimmen dann für den, der gerade hinschaut.

Ein Zettel je Kind kostet zwei Minuten mehr und verändert das Ergebnis oft deutlich.

Darf man sich selbst wählen?

Ja. Wer kandidiert, darf für sich stimmen, und das ist weder verboten noch unfair. Bei einer geheimen Wahl merkt es ohnehin niemand.

Die Frage kommt fast immer, und die Antwort entspannt: Sich selbst zu wählen heißt nur, dass man zu dem steht, wofür man angetreten ist.

Was passiert bei Gleichstand?

Zwischen den beiden mit den meisten Stimmen wird noch einmal gewählt. Bleibt es gleich, entscheidet meist das Los.

Wichtig ist, das vorher anzukündigen. Eine Regel, die erst nach dem Auszählen erfunden wird, wirkt immer wie eine Entscheidung gegen jemanden.

Wie viele Kandidaten braucht es?

Mindestens einen. Steht nur eine Person zur Wahl, wird trotzdem abgestimmt, und zwar geheim: So kann die Klasse auch ablehnen.

Findet sich niemand, hilft es selten, jemanden zu überreden. Besser ist, das Amt kleiner zu machen und zu erklären, was wirklich dazugehört. Die Liste steht unter Klassensprecher: Aufgaben.

Kann ein Klassensprecher abgewählt werden?

Die Klasse kann eine Neuwahl verlangen, wenn eine Mehrheit das möchte. Wie genau, regeln die Schulen unterschiedlich, oft über die Klassenleitung.

In der Praxis läuft es meist anders herum: Wer keine Lust mehr hat, tritt zurück. Das ist jederzeit möglich, und danach wird nachgewählt.

Wählen wir in der Grundschule genauso?

Der Ablauf ist derselbe, nur kürzer. In der Grundschule wird oft halbjährlich gewählt, damit mehr Kinder drankommen, und die Klassenleitung begleitet die Wahl stärker.

Eine Wahl in den Klassen 1 bis 4 ist freiwillig. Was das für die Aufgaben bedeutet, steht unter Klassensprecher.

Woher die Angaben stammen

Klimpo ist keine Rechts- und keine Steuerberatung. Bei Streit oder größeren Beträgen fragt die Schulleitung, den Elternbeirat oder eine Beratungsstelle.

Auch die Eltern wählen

Am selben Abend wählt die Elternschaft ihre Vertretung, oft dazu einen Kassenwart. Was danach an Arbeit anfällt, nimmt Klimpo ab: Beiträge einsammeln, erinnern, abrechnen.

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So sieht es aus

In der Klassenkasse

412,50 €

Noch offen

40,00 €

2 Familien

Greta M.bezahlt

Jonte B.Bezahlt

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