Sponsorenlauf organisieren: Ablauf, Vorlagen, Ertrag
Die Aktion mit dem größten Ertrag, weil das Geld nicht von den Eltern kommt. Ablauf, Zeitplan und der eine Punkt, an dem Sponsorenläufe scheitern. Mit Sponsorenliste und Laufkarten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der größte Ertrag aller Aktionen: 600 bis 2.500 Euro, weil das Geld von Großeltern, Nachbarn und Firmen kommt und nicht von den Eltern.
- Jeder Sponsor braucht einen Höchstbetrag. Ohne diesen Deckel bleiben die Zusagen klein.
- Rechnet mit zwanzig bis vierzig Stunden Vorbereitung und einem Vorlauf von sechs Wochen.
- Das Einsammeln nach dem Lauf ist der Teil, der am häufigsten liegen bleibt. Plant ihn ein.
Sponsorenliste und Laufkarten
Zwei Blätter: die Sponsorenliste, die vor dem Lauf mit nach Hause geht, und acht Laufkarten zum Ausschneiden für den Lauftag.
Kostenlos, ohne Anmeldung. Weitergeben und verändern erlaubt, verkaufen nicht.
Zwei getrennte Blätter, nicht eines. Auf einem Blatt geht die Sponsorenliste am Lauftag verloren, und mit ihr die Zusagen.
Warum er so viel bringt
Ein Sponsorenlauf bringt das Fünf- bis Zehnfache eines Kuchenbasars, bei etwa doppeltem Aufwand. Der Unterschied liegt nicht im Verkaufen, sondern darin, wer zahlt.
| Aktion | Ertrag | Aufwand | Wer zahlt |
|---|---|---|---|
| Kuchenbasar | 150–400 € | 10–16 h | überwiegend dieselben Eltern, die gebacken haben |
| Sponsorenlauf | 600–2.500 € | 20–40 h | Großeltern, Nachbarn, Paten, örtliche Betriebe |
Das ist der eigentliche Wert: Der Sponsorenlauf holt Geld von außen in die Klasse. Fast alle anderen Aktionen verschieben Geld innerhalb der Elternschaft.
Der Zeitplan
Sechs Wochen Vorlauf sind angenehm, vier reichen. Weniger wird eng, weil die Kinder Zeit zum Sammeln brauchen.
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6 Wochen vorher
Mit der Schule klären
Termin, Sportplatz, ob es eine Schulveranstaltung ist, wer die Aufsicht hat und wofür das Geld verwendet wird. Der Zweck ist wichtiger, als er klingt: „Für die Klassenkasse" bringt weniger als „für zwölf neue Bälle".
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4 Wochen vorher
Elternbrief und Sponsorenlisten
Mit Zweck, Termin, Rundenlänge und dem Hinweis, dass ein einziger Sponsor genügt. Die Liste geht mit nach Hause. Eine Vorlage für den Brief steht unter Elternbrief-Vorlagen.
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1 Woche vorher
Helfer einteilen
Zwei Personen je Kontrollpunkt zum Abhaken, eine für die Zeit, zwei für Wasser. Dazu eine Person, die nur Listen einsammelt und nichts anderes macht.
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am Lauftag
Laufen und abhaken
Laufkarte ans Kind, je Runde ein Feld. Am Ende Runden zählen und auf der Karte eintragen lassen, bevor sie eingesammelt wird.
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2 Wochen danach
Einsammeln, mit Frist
Der Teil, der liegen bleibt. Fester Abgabetermin, eine Erinnerung, dann ist Schluss. Ohne Frist kommt die Hälfte nie an.
Der Punkt, an dem es scheitert
Sponsorenläufe scheitern selten am Wetter und fast immer an einer fehlenden Spalte: dem Höchstbetrag.
„20 Cent je Runde"
Wer nicht weiß, wie viele Runden ein Kind läuft, rechnet mit dem schlimmsten Fall und sagt sicherheitshalber wenig zu. Bei zwanzig Runden kommen vier Euro zusammen.
„1 Euro je Runde, höchstens 15 Euro"
Dieselbe Person sagt das Fünffache je Runde zu, weil sie weiß, woran sie ist. Bei zwanzig Runden kommen fünfzehn Euro zusammen.
Die Spalte steht deshalb in unserer Sponsorenliste direkt neben dem Rundenbetrag. Sagt im Elternbrief ausdrücklich dazu, dass der Höchstbetrag erwünscht ist und keine Unhöflichkeit.
Ein Kind, das zwanzig Runden läuft, macht aus 50 Cent je Runde zehn Euro. Das ahnt beim Unterschreiben niemand, und hinterher wird verhandelt. Der Deckel verhindert genau das.
Am Lauftag
- Kurze Runden, 200 bis 400 Meter. Viele Runden motivieren mehr als wenige lange
- Feste Laufzeit je Gruppe, zwanzig bis dreißig Minuten. Kein Rennen, sondern eine Zeit, in der jeder sein Tempo läuft
- Abhaken an einem Punkt, nicht an mehreren. Sonst stimmen die Runden am Ende nicht
- Wasser und Schatten einplanen, auch im Herbst
- Eine Person nur für die Listen. Sie sammelt die Laufkarten ein und macht sonst nichts
Und das Wichtigste: Es gibt keine Sieger. Wer zählt, wie viele Runden wer gelaufen ist, macht aus einer Gemeinschaftsaktion einen Wettkampf, bei dem dieselben Kinder verlieren wie immer.
Danach
Nach dem Lauf kommen zwei bis drei Wochen lang Beträge in kleinen Portionen herein: heute zwölf Euro, morgen sieben. Klimpo trägt jede Zahlung einzeln ein, zeigt, welche Liste noch offen ist, und rechnet am Ende zusammen, ohne dass jemand Umschläge sortiert.
Häufige Fragen
Wie viel Geld bringt ein Sponsorenlauf?
600 bis 2.500 Euro sind der übliche Rahmen für eine Schule, für eine einzelne Klasse entsprechend weniger. Damit ist er die ertragreichste Aktion überhaupt.
Der Grund ist nicht die Höhe der Beträge, sondern woher sie kommen: von Großeltern, Nachbarn, Paten und örtlichen Betrieben. Ein Kuchenbasar nimmt dagegen überwiegend Geld von denselben Eltern ein, die auch gebacken haben. Der Vergleich aller Aktionen steht unter Klassenkasse aufbessern.
Wie viel soll ein Sponsor je Runde geben?
50 Cent bis 2 Euro je Runde sind üblich. Entscheidend ist aber nicht dieser Betrag, sondern der Höchstbetrag: „50 Cent je Runde, höchstens 10 Euro."
Ohne Deckel rechnen die Leute im Kopf mit dem schlimmsten Fall und sagen deshalb nur kleine Beträge zu. Mit Deckel sagen dieselben Leute mehr je Runde zu, weil sie wissen, woran sie sind.
Wie lange dauert der Lauf?
Zwanzig bis dreißig Minuten je Gruppe. Länger halten Grundschulkinder nicht durch, und länger braucht es auch nicht.
Legt die Runde kurz an, 200 bis 400 Meter. Viele Runden fühlen sich für Kinder besser an als wenige lange, und das Abhaken auf der Laufkarte wird zum eigentlichen Antrieb.
Wer darf gesponsert werden?
Jedes Kind sucht sich seine eigenen Sponsoren: Eltern, Großeltern, Nachbarn, Paten, der Betrieb um die Ecke. Wichtig ist, dass niemand unter Druck gerät.
Sagt in der Einladung ausdrücklich, dass auch ein einziger Sponsor völlig in Ordnung ist. Sonst vergleichen Kinder ihre Listen, und die mit den wenigsten Einträgen fühlen sich schlecht.
Müssen die Kinder das Geld selbst einsammeln?
Ja, meist gehen sie nach dem Lauf mit der ausgefüllten Liste noch einmal zu ihren Sponsoren. Genau das ist der Teil, der liegen bleibt.
Setzt deshalb eine Frist von zwei Wochen und einen festen Abgabetermin. Erinnert einmal. Ohne Frist kommen erfahrungsgemäß die Hälfte der Beträge nie an.
Brauchen wir eine Versicherung?
Ist der Lauf eine Schulveranstaltung, greift die gesetzliche Schülerunfallversicherung wie im Sportunterricht. Das ist der Normalfall.
Klärt vorher mit der Schulleitung, ob der Lauf als Schulveranstaltung geführt wird. Wie der Versicherungsschutz genau reicht, steht unter Versicherung für die Fahrt.
Was ist mit dem Geld, wenn ein Kind krank wird?
Regelt das vorher und schreibt es in den Elternbrief: Üblich ist, dass die Zusagen verfallen, wenn ein Kind nicht laufen kann. Manche Schulen lassen Geschwister oder Eltern ersatzweise laufen.
Ohne Regelung wird daraus eine Diskussion mit den Sponsoren, und die führt das Kind.
Woher die Angaben stammen
- Erfahrungswerte aus Schulen und Fördervereinen · Ertrag, Zeitaufwand, Ablauf
- Eigene Erstellung · Sponsorenliste und Laufkarten
Klimpo ist keine Rechts- und keine Steuerberatung. Bei Streit oder größeren Beträgen fragt die Schulleitung, den Elternbeirat oder eine Beratungsstelle.
Viele kleine Beträge, zwei Wochen lang
Nach dem Lauf trudeln die Beträge einzeln ein. Klimpo hält fest, wer schon abgegeben hat und wer nicht, und erinnert die Nachzügler, ohne dass jemand eine Liste führen muss.
- Kostenlos für Klassen, ohne Abo und ohne Werbung
- Kein Bankzugang, keine Zahlungsabwicklung
- Nichts zu installieren, läuft im Browser
So sieht es aus
In der Klassenkasse
412,50 €
Noch offen
40,00 €
2 Familien
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