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Protokoll vom Elternabend: Vorlage und Anwesenheitsliste

Ein Protokoll ist keine Fleißarbeit, sondern vorgeschrieben. Was mindestens hineingehört, wer es bekommen muss und warum die Anwesenheitsliste dazugehört.

Ein Klemmbrett mit beschriebenem Bogen, daneben ein Füllfederhalter, eine Liste mit Häkchen und eine Büroklammer
in 30 Sekunden

Das Wichtigste in Kürze

  • Über jede Sitzung muss eine Niederschrift gefertigt werden, mindestens mit dem Wortlaut der Beschlüsse und der Stimmenmehrheit.
  • Das Protokoll muss an die Mitglieder versendet oder bereitgestellt werden, nicht nur abgeheftet.
  • Einsprüche gegen das Protokoll sind zu vermerken, nicht wegzulassen.
  • Die Anwesenheitsliste gehört dazu: Sie belegt, wie viele Familien vertreten waren, als beschlossen wurde.

Die Vorlage

Zwei Blätter: das Protokoll mit Tagesordnung, Beschlüssen, Ämtern und Aufgaben, dazu eine Anwesenheitsliste zum Herumgeben.

Kostenlos, ohne Anmeldung. Weitergeben und verändern erlaubt, verkaufen nicht.

Warum es ein Protokoll geben muss

Ein Elternabend fühlt sich informell an. Rechtlich ist er eine Sitzung eines Mitwirkungsgremiums, und für die gilt eine klare Regel.

§ 63 SchulG NRW

Niederschrift über jede Sitzung

„Über jede Sitzung ist eine Niederschrift zu fertigen, die mindestens den Wortlaut der Beschlüsse und die Stimmenmehrheit enthält, mit der sie gefasst sind. Einsprüche gegen die Niederschrift sind zu vermerken." Sie ist an die Mitglieder und die zur Teilnahme Berechtigten zu versenden oder bereitzustellen.

Daraus folgt dreierlei, und alle drei Punkte werden regelmäßig übersehen: Es muss ein Protokoll geben, es muss die Beschlüsse wörtlich enthalten, und es muss verteilt werden. Abheften allein reicht nicht.

Das Protokoll ist nicht für die, die da waren. Es ist für die, die nicht da waren, und für alle in einem halben Jahr.

Was mindestens hineingehört

TeilWarum
Datum, Ort, Beginn und Ende Ordnet das Protokoll ein und belegt die Dauer
Anwesende Wie viele Familien vertreten waren. Grundlage jeder Wahl
Beschlüsse im Wortlaut Vorgeschrieben. „Wir haben über die Fahrt gesprochen" ist kein Beschluss
Stimmenmehrheit Ebenfalls vorgeschrieben. Auch „einstimmig" ist eine Angabe
Gewählte Ämter Elternvertretung, Stellvertretung, Kassenwart, Kassenprüfung
Wer was bis wann übernimmt Der Teil, der aus einem Protokoll ein nützliches Dokument macht
Nächster Termin Spart später eine Rundmail

Was nicht hineingehört: alles, was einzelne Kinder oder Familien betrifft. Namen mit Problemen daneben haben in einem Protokoll nichts zu suchen, das an dreißig Haushalte geht.

Die Anwesenheitsliste

Sie liegt als zweites Blatt der Vorlage bei und wird herumgereicht, während vorne geredet wird. Drei Spalten genügen: Kind, anwesende Person, Unterschrift.

  • Sie belegt die Beschlussfähigkeit und macht später nachvollziehbar, wie viele Familien vertreten waren
  • Sie ist die Grundlage der Wahl. Eine Stimme je Kind, nicht je Person: Wer zwei Kinder in der Klasse hat, hat zwei Stimmen
  • Sie zeigt, wer das Protokoll besonders braucht — nämlich alle, die nicht darauf stehen

Nicht auf die Liste gehören Telefonnummern und Adressen. Wer einen Verteiler aufbauen will, fragt dafür getrennt und schriftlich.

Verteilen und aufbewahren

  1. binnen einer Woche Verschicken

    An alle Eltern der Klasse, nicht nur an die Anwesenden. Adressen ins BCC. Wer länger als zwei Wochen wartet, schreibt ein Protokoll, das niemand mehr liest.

  2. danach Einsprüche vermerken

    Nicht umschreiben, sondern ergänzen. Der Einspruch kommt ins Protokoll, das Ergebnis bleibt stehen.

  3. aufheben Bis zur Entlastung, mindestens

    Im Protokoll steht die Entlastung des Kassenwarts. Genau dieses Blatt sucht man später. Was in den Kassenbericht gehört, steht dort.

  4. bei der Übergabe Weitergeben

    Die Protokolle der letzten Jahre sind das Gedächtnis der Klasse. Ohne sie fängt jede neue Elternvertretung bei null an.

Der Teil, der immer im Protokoll steht

„Der Kassenwart berichtet, die Kasse wird entlastet." Damit dieser Satz stimmt, braucht es eine Abrechnung, die jeder nachvollziehen kann. Klimpo legt sie am Schuljahresende fertig vor: alle Einnahmen, alle Ausgaben, der Kassenstand, ohne dass jemand Zahlen zusammensuchen muss.

Klasse anlegen Kassenbericht ansehen

Häufige Fragen

Muss es überhaupt ein Protokoll geben?

Ja. Über jede Sitzung eines Mitwirkungsgremiums ist eine Niederschrift zu fertigen. Sie muss mindestens den Wortlaut der Beschlüsse enthalten und die Stimmenmehrheit, mit der sie gefasst wurden.

Das überrascht viele: Ein Elternabend fühlt sich informell an, ist aber eine Sitzung mit Beschlüssen. Ohne Protokoll lässt sich ein halbes Jahr später nicht mehr klären, was verabredet war.

Was muss mindestens drinstehen?

Der Wortlaut der Beschlüsse und die Mehrheit, mit der sie gefasst wurden. Alles andere ist hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.

In der Praxis braucht ihr mehr, damit es nützt: Datum, Anwesende, Tagesordnung, gewählte Ämter, wer was bis wann übernimmt, und der nächste Termin.

Muss ich mitschreiben, wer was gesagt hat?

Nein, und ihr solltet es auch nicht. Ein Wortprotokoll erzeugt Ärger und verhindert offene Gespräche: Wer weiß, dass seine Sätze aufgeschrieben werden, sagt weniger.

Schreibt Ergebnisse auf, keine Redebeiträge. Und alles, was einzelne Kinder oder Familien betrifft, gehört gar nicht hinein.

Wer bekommt das Protokoll?

Die Mitglieder des Gremiums und die, die zur Teilnahme berechtigt waren. Also alle Eltern der Klasse, nicht nur die Anwesenden. Es muss versendet oder in geeigneter Weise bereitgestellt werden.

Gerade wer nicht da war, braucht es. Achtet beim Versand auf das BCC, sonst gebt ihr mit dem Protokoll alle Mailadressen weiter.

Was, wenn jemand mit dem Protokoll nicht einverstanden ist?

Einsprüche gegen die Niederschrift sind zu vermerken. Ihr schreibt das Protokoll also nicht um, sondern haltet den Einspruch darin fest.

Das ist die saubere Lösung und schützt beide Seiten: Der Widerspruch steht dort, wo er hingehört, und das ursprüngliche Ergebnis bleibt nachvollziehbar.

Brauchen wir wirklich eine Anwesenheitsliste?

Vorgeschrieben ist sie nicht überall, sinnvoll fast immer. Sie belegt, wie viele Familien vertreten waren, als beschlossen wurde, und sie ist die Grundlage für jede Wahl: Wer wahlberechtigt war, steht darauf.

Sie liegt als zweites Blatt in unserer Vorlage bei. Denkt daran: Eine Stimme je Kind, nicht je Person. Mehr dazu unter Elternvertreter wählen.

Wie lange muss ein Protokoll aufbewahrt werden?

Eine feste Frist gibt es für Klassenprotokolle meist nicht. Praktisch sinnvoll ist: so lange die Klasse besteht, mindestens aber bis zur Entlastung des Kassenwarts für das betreffende Jahr.

Denn im Protokoll steht die Entlastung. Wer sie später braucht, sucht genau dieses Blatt. Mehr dazu unter Kassenbericht.

Woher die Angaben stammen

Klimpo ist keine Rechts- und keine Steuerberatung. Bei Streit oder größeren Beträgen fragt die Schulleitung, den Elternbeirat oder eine Beratungsstelle.

Beschlüsse, die Geld kosten

Fast jeder Beschluss auf einem Elternabend kostet etwas: Fahrt, Fest, Anschaffung. Klimpo hält fest, was beschlossen wurde, wer gezahlt hat und was am Ende übrig ist.

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So sieht es aus

In der Klassenkasse

412,50 €

Noch offen

40,00 €

2 Familien

Greta M.bezahlt

Jonte B.Bezahlt

Passt dazu

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